Unzufrieden im Job – Das solltest Du unbedingt tun

Geschrieben von: Morebucks

Zuletzt aktualisiert am 19. Januar 2021
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In den ersten Monaten war man noch Feuer und Flamme für die neue Stelle: Die Freude an dem neuen Aufgabenfeld war groß, die Kollegen sympathisch – und der Arbeitsvertrag absolut in Ordnung. Mit der Zeit jedoch kann es geschehen, dass man die Freude an einer Arbeitsstelle verliert: Man ist unzufrieden im Job. Doch welche konkreten Gründe stecken dahinter? Und welche Maßnahmen helfen gegen die Unzufriedenheit?

In diesem Artikel haben wir alles zusammengefasst, was du über dieses Thema wissen solltest. Möglicherweise kannst du sogar noch vorbeugend in eine sich verschlimmernde Situation eingreifen oder hast im Worst Case einen Ausweg parat, wenn du extrem unzufrieden im Job bist.

So solltest Du vorgehen:

  • 1. Ursache für die Unzufriedenheit finden
  • 2. Das sind die Gründe weshalb Du unbedingt Handeln solltest
  • 3. Die Lösung für Dein Problem

Punkt 1: Die Ursache für die Unzufriedenheit im Job finden

Ist es das Geld?

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Tagtäglich gibt man sein Bestes, um stets optimale Resultate präsentieren zu können. Dazu gesellt sich die eine oder andere Überstunde – selbstverständlich unbezahlt. Und im Laufe der Jahre der Betriebszugehörigkeit hat das Unternehmen von so mancher guten Idee aus der eigenen Feder profitiert. Doch eine Gehaltserhöhung hat bisher auf sich warten lassen. Wenn man auch nach einem Mitarbeitergespräch, in dem man eine solche anspricht, zeitlich vertröstet wird, obwohl es keinen sinnvollen Grund dafür gibt, werden die eigenen Leistungen sich wahrscheinlich etwas verschlechtern, da die Motivation sinkt:
Man fühlt sich einfach ausgenutzt und ist unzufrieden im Job! Um noch ein tolles Arbeitszeugnis ergattern zu können, ist es also besser, sich nach einem neuen Job umzusehen, wenn klar geworden ist, dass in dieser Position nicht mehr Geld drin ist.
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Sind es die Kollegen?

Vielleicht hat sie am ersten Arbeitstag noch ein Tiramisu mitgebracht und dir eingeschüchtert ein paar Fragen zur Arbeit gestellt. Doch schon nach wenigen Monaten hat sich die neue Kollegin als ein kleines Monster entpuppt, das sich stets gegen dich richtet. Und deine Kollegen finden diese Angelegenheit vielleicht sogar noch lustig.
Situationen wie diese kommen so oder so ähnlich im Berufsleben immer wieder vor. Sie reichen von kleinen Seitenhieben bis hin zum Mobbing. Aber die dunklen Seiten einiger Kollegen von dir können sich auch ganz anders zeigen: Etwa indem sie sich vor unangenehmen Aufgaben drücken oder Fehler gern auf Unschuldige schieben.
Schlussendlich führt es dazu, dass man unzufrieden im Job ist.

Nicht alle Personen harmonieren perfekt miteinander, weshalb es Glückssache ist, ob man sich mit den Kollegen – auch mit denjenigen, die neu eingestellt werden gut versteht.

Unzufrieden im Job wegen den Vorgesetzten?

Vorgesetzte können die unterschiedlichsten Macken haben. Besonders belastend ist dies für eine Arbeitskraft, wenn der Chef sie immer wieder auf subtile Art und Weise kränkt oder den Sündenbock für verschwitzte Projekte und weitere Fehler spielen lässt.

Die allermeisten Vorgesetzten legen heutzutage ein freundliches und höfliches Verhalten an den Tag. Dennoch gibt es Methoden, die von etwas durchtriebenen oder auch besonders nachlässigen Vorgesetzten angewandt werden und zum Frust des Mitarbeiters führen. So fühlt sich beispielsweise die Sekretärin verletzt, welcher der Chef seine Standpauke auf das Diktierband gesprochen hat, anstatt die Kritik von Angesicht zu Angesicht zu äußern.

Oder ein Vorgesetzter liest seine E-Mails nicht richtig, weshalb ein Termin verpasst wird. Der untergebene Mitarbeiter erhält schließlich von einem der CEOs die Anweisung, den Vorgesetzten stets an alles erinnern zu müssen. Das ist eines der Patentrezepte für Chefs, um Mitarbeiter zu haben, die unzufrieden im Job sind.

Macht der Job keinen Spaß?

Vielleicht ist man zu Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses noch froh darüber gewesen, die eigene Arbeitslosigkeit beendigt zu haben. Doch was bringt ein Job langfristig, wenn man keine Erfüllung darin findet, da die Aufgaben nicht den eigenen Interessen entsprechen bzw. einfach endlos langweilig sind, sodass man unzufrieden im Job ist?

Zum einen ist man finanziell auf irgendeinen Job angewiesen, wenn man den alten verloren oder gekündigt hat. Doch ist es wichtig, dass ein Job zu dem passt, was den Menschen interessiert bzw. wofür er eine Leidenschaft hegt. Deshalb sollte man auch dann, wenn man in einem halbwegs zufriedenstellenden Job tätig ist, nach einer Stelle Ausschau halten, in der man wahre Selbstverwirklichung finden kann. Denn eine solche Position stellt eine Bereicherung für das eigene Leben dar und gibt Kraft, wenn es privat mal nicht so toll läuft.

Ist die Arbeit langweilig/ monoton?

Nicht immer gelingt es, auf die Schnelle eine Stelle zu finden, die den eigenen Qualifikationen optimal entspricht. Deshalb sind zahlreiche Personen in Positionen tätig, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. Der große Nachteil an solchen Jobs ist nicht nur die Frage, wie man die Arbeitszeit hinter sich bringt, sondern auch der Einfluss der monotonen Arbeit auf die eigene Persönlichkeit:

So kann eine Studentin psychisch abstumpfen, die, um ihre Miete bezahlen zu können, in einem Klamottenlager Etiketten an die Ware anbringt: Sie ist unzufrieden im Job. Freilich ist ein solcher Nebenjob als Übergangslösung Gold wert, doch sollte man die Augen offen halten für eine Stelle, von der über das reine Geldverdienen hinaus nicht nur die eigene Karriere profitiert, sondern bei der man gleichzeitig auch glücklich wird, da die neu erlernten Dinge den eigenen Horizont erweitern.

Unzufrieden im Job durch zu viel Stress?

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Nicht jede Person verfügt über dieselbe Stressverträglichkeit: Die eine Frau gerät erst richtig in ihr Element, wenn der Klamottenladen derart voll mit Menschenmengen ist, dass man sich ganz schlank machen muss, um vorbeizukommen. Die andere Person hingegen verliert gleich die Nerven, wenn sie von einem Anruf nach dem anderen aus ihrer Buchhaltungsarbeit herausgerissen wird.

In vielen Stellenanzeigen wird eine hohe Stresstoleranz verlangt bzw. ein starkes Nervenkostüm. Bereits solche Jobanzeigen sind eine Warnung für all diejenigen, die weniger gut mit Stress oder Leistungsdruck umgehen können. Wer sich sicher ist, im Alltag eines solchen Betriebs nicht lange überleben zu können, wird voraussichtlich rasch unzufrieden im Job sein und sollte deshalb von einer Bewerbung die Finger lassen.

Doch auch in eher ruhigen Jobs kann sich die Situation zum Dauerstress hin verschlechtern. Eine mögliche Lösung ist hier, dem Chef eine andere Arbeitsverteilung vorzuschlagen.
Vorgeschlagen: Mit diesen Tipps zu einer besseren Work Life Balance

Nicht ausgelastet – neue Herausforderung?

Doch auch das pure Gegenteil kann der Fall sein: Auch heute noch gibt es Jobs, in denen man es kaum mit Arbeit zu tun hat. Gibt es gerade keine Aufgaben zu bewältigen, kann man sogar erleben, dass der Vorgesetzte dazu rät, sich einen Kaffee zu kochen. Wer jedoch über längere Zeit hinweg nichts zu tun hat, wird unter einer solchen Situation leiden. Dass man trotz der vielen Zeit unzufrieden im Job ist, versteht jeder, der die Situation kennt: Vor allem dann, wenn andere Kollegen gut mit Arbeit versorgt sind, kann es zu einem Gefühl der Diskriminierung kommen.

Auch vergeht die Zeit wesentlich langsamer, wenn man trotz Job keine Arbeit hat. Und das Beschäftigungsverhältnis schlägt auf die Psyche. Da man sich an seinem Arbeitsplatz überflüssig fühlt, entsteht ein Gefühl der Minderwertigkeit – und natürlich steht man vor dem Problem, was man bei einer neuen Bewerbung vorweisen soll.

Unzufriedenheit im Job – Das sind die Gründe weshalb Du unbedingt Handeln solltest

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Psychisch belastend

Chronisch unzufrieden im Job? Das äußert sich nicht gleich immer in einer leichten Depression oder dauerhaft schlechter Laune: Oft entstehen psychosomatische Beschwerden – die einen haben unerklärbare Bauchschmerzen, die anderen plagt der Rücken. Was auch gern vorkommt: Man futtert den Frust in sich hinein und nimmt gewaltig zu.

Doch auch ein Magengeschwür oder Herz-Kreislaufprobleme können die Folge davon sein, wenn wir unzufrieden im Job sind. Denn anders als unser Bankkonto versteht es unser Körper nicht, warum wir uns diese Qualen täglich antun müssen.

Schlaflose Nächte

Schlaflosigkeit oder besonders schlechter Schlaf, der häufig von Albträumen geprägt ist, zählen zu den typischen Begleiterscheinungen, wenn man unzufrieden im Job ist. Aus dem daraus resultierenden Schlafdefizit und der darin begründeten geringeren Leistungsfähigkeit entsteht ein Teufelskreis: Gesellen sich zu den bereits bestehenden Problemen im Job noch Flüchtigkeitsfehler, wegen derer man getadelt wird, oder fehlen die kreativen Ideen, dann verschlimmert sich die Situation in der jeweiligen Anstellung noch mehr. Die Situation spitzt sich zu: Viele Arbeitnehmer überlegen sich an einem solchen Punkt, ob sie lieber eine Psychotherapie machen sollen oder die Kündigung des Jobs vorziehen sollten.

Unzufrieden im Job – Depressionen

Dauernd erbringt man Höchstleistungen, doch das Lob bleibt aus, oder der Chef zeigt sich bei der Frage nach einer Gehaltserhöhung geizig? Oder man kämpft gegen bestimmte Tendenzen im Team an – leider erfolglos? Wer sich verausgabt, dafür jedoch keine Belohnung erhält, der kann schnell in einem Burnout landen. Die Grenzen zwischen Burnout und Depression sind fließend, und bei beiden Erkrankungen handelt es sich um ernstzunehmende Beschwerdebilder.

Depressionen finden sich im Unterschied zum Burnout in den ICD 10. Will man sich gegen diese Erkrankung behandeln lassen, kommen Medikamente zum Einsatz, die schwere Nebenwirkungen haben können wie eine drastische Gewichtszunahme. So kann es, wenn man unzufrieden im Job ist, nicht nur zur Entstehung einer psychischen Erkrankung führen, sondern auch dazu, dass man aufgrund seines Aussehens nicht so leicht einen neuen Job findet.

Unzufrieden im Job – was tun?

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Frage nach einer Gehaltserhöhung, um wieder mehr Motivation zu bekommen

Mit dem Einkommen relativiert sich vieles. Vielleicht hat man keine Stelle, in der man einen höheren Sinn sehen kann, aber wenn die Position gut dotiert ist, kann man so manche Tätigkeit verkraften, an der man etwas weniger Spaß hat.

Der richtige Rahmen für die Frage nach einer Gehaltserhöhung ist das Mitarbeitergespräch. Ein wichtiger Tipp zur Vorbereitung dieses Gesprächs: Immer dann, wenn du einen besonderen Erfolg vorzuweisen hast, solltest du dies dem Chef unter die Nase reiben. Ansonsten entsteht bei diesem der Eindruck, der Mitarbeiter würde sich nicht verbessern. Auch ein Plus an Verantwortung ist ein wichtiges Argument für eine Gehaltserhöhung.

Chefs ist ebenfalls klar, dass eine Gehaltserhöhung zu einem Motivationsschub beim Mitarbeiter beitragen kann. Wenn sie eine solche ablehnen, wird gern mit betrieblichen Gründen argumentiert.
Vorgeschlagen: So verhandelst Du eine Gehaltserhöhung

Unzufrieden im Job – Mache eine Umschulung

Dein Beruf erfüllt dich nicht? Dann gehe in dich und überlege dir, welcher Job wirklich richtig gut zu deinen Interessen und Steckenpferden passt. In welchem Beruf könntest du deine Stärken optimal nutzen und würdest deine Motivation nie verlieren? Es lohnt sich in jedem Fall, Mut zu einer Umschulung oder zu einem (Aufbau-)Studium zu beweisen.

Versuche, als Quereinsteiger einen neuen Job zu finden

Doch auch ohne weitere berufliche Qualifikation mit Abschluss bestehen zahlreiche Möglichkeiten, den Bereich zu wechseln. Am besten beweist du bereits bei deiner Bewerbung, dass du dich bisher gern in deiner Freizeit mit dem Gebiet beschäftigt hast (beispielsweise durch das Lesen von Büchern oder eigene Hobby-Projekte). In jedem Fall solltest du die Bereitschaft mitbringen, dir bestimmte Hard Skills anzueignen, die in dem jeweiligen Bereich erforderlich sind.

Unzufrieden im Job – Wechsle den Betrieb

Wenn du unzufrieden im Job bist, lässt sich dieses Problem sehr schnell lösen, indem du den Betrieb wechselst, da du dort häufig andere Arbeitsroutinen, neue Kollegen und andere Chefs vorfindest. Natürlich hat jeder Betrieb bestimmte Macken, doch wenn dich etwas an deinem aktuellen Arbeitgeber besonders stört, solltest du dieses Risiko wagen.

Fange eine weitere Ausbildung /Studium an

Nicht nur eine Umschulung macht Sinn, sondern du kannst dich natürlich auch als Auszubildende/r in einem Betrieb bewerben (oder auch in mehreren). Wenn du bereits ein Studium abgeschlossen hast und sich im Laufe deiner Berufsjahre zeigt, dass du in diesem Bereich nicht glücklich wirst, solltest du diesen Umstand nicht einfach hinnehmen und in deinem Bereich versauern, sondern lieber erneut Kosten, Zeit und Energie dafür aufwenden, ein neues Studium abzuschließen. Schließlich lebst du nur einmal!

Mache ein Auslandsjahr um die Gedanken neu zu ordnen

Manche Arbeitgeber bieten ein Sabbatical an, doch nach wie vor ist diese Handhabung relativ wenig verbreitet. Viele Menschen kommen im Laufe ihres Lebens in eine Phase, in der sie eine Auszeit brauchen, beispielsweise, um den Sinn ihres eigenen Lebens zu finden. Da man sich womöglich einige Jahre später darüber ärgert, warum man dem Alltagstrott nicht entflohen ist und etwas Besseres aus dem eigenen Leben gemacht hat, sollte man die innere Stimme ernst nehmen, wenn diese danach schreit, eine Pause von all der Routine und Hektik zu nehmen. Im Ausland kann man zahlreiche neue Ideen finden und über den Tellerrand schauen.

Denke über eine Selbstständigkeit nach

Stelle dir vor: Alles, was du tust, fließt in deine eigene Tasche! Jede Idee, die du hast, trägt zu deinem eigenen künftigen Wohlstand bei! Jedoch solltest du nicht auf die leeren Versprechen vom „Schnell reich werden“ hereinfallen – eine solide Geschäftsidee und einiges an Know How brauchst du in jedem Fall. Auch Überstundenbereitschaft, Verzicht auf Urlaub und unglaublich viel Verantwortung erwarten dich bei einer Selbstständigkeit. Doch es zahlt sich aus: Du kannst Arbeitszeiten und Inhalte nach deinen eigenen Wünschen gestalten – und das ist etwas, was das Leben immens bereichert.
Vorgeschlagen: Gründe dein eigenes Online Unternehmen

Unzufrieden im Job – Kündige erst, wenn Du schon etwas im Hinterkopf hast

Manchmal ist es etwa aus gesundheitlichen Gründen tatsächlich erforderlich, eine Stelle fristlos zu kündigen, ohne dass man über eine neue Position verfügt. Doch das ist und bleibt ein Ausnahmefall!

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